Beschäftigt sein ist nicht das Problem.
Ich bin nicht immer produktiv. Aber eigentlich immer beschäftigt.
Das frustriert mich manchmal. Wenn ich den ganzen Tag in Meetings verbracht habe, fühle es sich an, als wäre ich nicht produktiv gewesen. Falsches Verständnis — trotzdem nagt es an mir.
Meetings liefern keinen direkten Output. Keine Datei, kein Konzept, kein fertiges Projekt. Nur Gespräche.
Trotzdem.
Input macht produktiv
All diese Gespräche, Konferenzen, Meetings — auch das Surfen im Internet — wirken auf den ersten Blick nur wie Beschäftigung. Führen aber zu Produktivität. Eigentlich immer.
Input ist für mich unglaublich wertvoll. Er inspiriert mich, lässt meine Gedanken tanzen und hilft mir, Dinge zu verstehen. Um sie dann später umzusetzen.
Die Idee für das Rebranding von Inovamed? Kam aus einem scheinbar sinnlosen Gespräch über Markenwahrnehmung. Drei Monate vorher.
Beschäftigt sein bekommt einen schlechten Ruf. Dabei ist es oft der Nährboden für das, was später produktiv wird.
Der Unterschied liegt nicht im Moment. Sondern in der Zeit danach.
Produktivität braucht manchmal Umwege. Scheinbare Verschwendung wird zu echter Wertschöpfung.
Deshalb höre ich auf, mich für beschäftigte Tage zu schämen. Sie sind der Input für die produktiven Momente.
Nicht alles muss sofort messbar sein.