Reflexion

Connecting dots.

17. April 2026 · 1 Min. Lesezeit

Volleyball. Klavier. Gitarre. Lego. Zeichnen — manchmal aus Freude, manchmal aus Frust, manchmal einfach weil ich nicht wusste wohin mit der Energie. Klamotten nähen. Kaputte Dinge auseinandernehmen um zu verstehen wie sie funktionieren.

Das klingt nach einem unruhigen Kind. Es war auch eines. Heute weiß ich: all das waren Punkte, die sich verbinden sollten.


Punkte verbinden sich nur rückwärts

Hinter all dem steckte immer dasselbe: ein Interesse daran wie Dinge gemacht sind. Wie Form und Funktion zusammenpassen. Wie man etwas nimmt das nicht stimmt — und es besser macht. Ich hätte das damals nicht so beschrieben. Es war kein Plan. Es war einfach das was mich beschäftigt hat.

Die Punkte verbinden sich nicht vorwärts. Nur rückwärts.

Steve Jobs hat das 2005 in seiner Rede an der Stanford University so formuliert: „You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards.“ Ich habe diesen Satz irgendwann gehört und nicht mehr vergessen. Nicht weil er neu ist — sondern weil er stimmt.


Wenn Neugier zur Arbeitsweise wird

Irgendwann — nicht plötzlich, sondern schleichend — beginnt sich etwas zusammenzufügen. Das Zeichnen wird zu Design. Das Verstehen von Dingen wird zu Problemlösen. Die Neugier auf alles wird zu einer Arbeitsweise die keine Grenzen zwischen Beruf und Interesse kennt.

Ich weiß heute warum ich Designer geworden bin. Nicht weil ich es geplant hatte — sondern weil alles andere mich darauf vorbereitet hat. Das Zeichnen. Das Schrauben. Die Neugier. Sogar das Volleyball.


Sammle Punkte

Die Welt sagt: spezialisiere dich. Wähle eine Nische. Werd einer Sache.

Ich sage: sammle Punkte. Möglichst viele, möglichst verschiedene. Mach Dinge die keinen offensichtlichen Nutzen haben. Bleib neugierig auch wenn niemand erklärt warum das sinnvoll ist.

Irgendwann fügt sich alles zusammen. Nicht so wie du dachtest — aber genau so wie es sein soll.