Qualität vor Wachstum.
Ich war nie darauf aus, meine Agentur zu vergrößern. Mit zahlreichen Mitarbeitern und allem was dazugehört.
Dafür arbeite ich einfach viel zu gerne selber an Projekten. Außerdem habe ich meine eigenen Vorstellungen davon, was am Ende für den Kunden dabei rauskommen soll.
Natürlich gibt es Sachen, die ich nicht selber kann. Oder für die ich auch zu lange brauche. Die reiche ich dann gerne an befreundete Freelancer weiter — dann nehme ich gerne die professionelle Unterstützung von Spezialisten an.
Aber Projekte komplett aus der Hand zu geben, ist mir schwer gefallen. Am Ende möchte ich schließlich für das gerade stehen, was ich fabriziere.
Personalverantwortung? Nein danke.
Personalverantwortung möchte ich wirklich nicht haben. Unsere Branche ist einfach viel zu unsicher und Fluktuation unterlegen, die wir oftmals nicht beeinflussen können.
Trotzdem bedeutet das: Ich muss mich ständig weiterbilden. Ständig am Ball bleiben. Bei Trends, technischen Entwicklungen und allen Dingen, die gerade angesagt sind. Und natürlich auch vorausschauend — was wird angesagt sein?
Das hat in den letzten 25 Jahren prima funktioniert.
Also warum ändern?
Diese Entscheidung bedeutet jedoch auch Verzicht. Auf große Umsätze. Auf Skalierung. Auf das, was andere unter „erfolgreichem Unternehmertum“ verstehen.
Dafür bekomme ich etwas anderes: Kontrolle über meine Arbeit. Verantwortung nur für das, was ich direkt beeinflussen kann. Und die Möglichkeit, nach 25 Jahren immer noch jeden Tag etwas Neues zu lernen.
Nicht jeder muss wachsen. Manchmal ist es klüger, in die Tiefe zu gehen statt in die Breite.