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Kunden, die zu Freunden werden.

14. Mai 2026 · 1 Min. Lesezeit

Letzte Woche habe ich meine Excel-Tabelle durchforstet. Referenzen gesucht. Dabei wollte ich ergänzen, wen ich duze und wen ich sieze.

Das Ergebnis war überraschend. Die meisten Kunden stehen mittlerweile in der Du-Spalte.

Was das bedeutet

Ist das Freundschaft? Keine Ahnung. Trotzdem ist es ein guter Indikator. Wer sich duzt, hat meist eine andere Basis gefunden.

Es passiert schleichend. Erst ist da ein Projekt. Dann weitere Zusammenarbeit. Irgendwann entstehen Gespräche über andere Themen. Plötzlich redet man über Familie, Hobbys oder das Wochenende.


Bei einem Kunden war es der Crossgolf. Wir haben über Sport geredet. Heute spielt er gelegentlich mit uns eine Runde. Geschäft und Privates vermischen sich.

Ein anderer Kunde hat mich zu seinem Geburtstag eingeladen. Wir arbeiten seit fünf Jahren zusammen. Inzwischen kenne ich seine Frau und seine Kinder.

Die andere Richtung

Manchmal läuft es andersherum. Freunde werden zu Kunden. Das ist allerdings komplizierter.

Freundschaft bedeutet oft: Du hilfst mir mal schnell. Bezahlung? Ach komm. Dafür lad ich dich zum Essen ein.

Das funktioniert selten langfristig. Deshalb handhabe ich es heute anders. Freundschaftspreise gibt es. Aber klare Vereinbarungen auch.


Die Excel-Tabelle zeigt mir jedenfalls eins: Geschäftsbeziehungen können zu mehr werden. Wenn beide Seiten das wollen. Und wenn die Chemie stimmt.

Vielleicht ist das sogar der beste Indikator für eine gute Zusammenarbeit. Würde ich mit dieser Person auch einen Kaffee trinken gehen?